World Organizing Day: Mehr als nur Ordnung

Am 20. Mai ist World Organizing Day

Am 20. Mai ist World Organizing Day und ich finde, dieser Tag verdient deutlich mehr Aufmerksamkeit. Viele Menschen verbinden Ordnung immer noch mit perfekt gefalteter Kleidung, schönen Pinterest-Bildern oder Vorratsgläsern mit Etiketten. Nach vielen Jahren als Professional Organizer kann ich allerdings sagen, dass die Realität in Familien ganz anders aussieht.

In den Wohnungen und Häusern, in denen ich arbeite, geht es selten um Ästhetik. Viel häufiger sehe ich Menschen, die erschöpft sind, ständig Dinge suchen, doppelt kaufen oder das Gefühl haben, zuhause nie wirklich fertig zu werden. Besonders Familien mit Kindern tragen oft so viele unsichtbare Aufgaben gleichzeitig, dass das Zuhause irgendwann anfängt, zusätzliche Energie zu kosten, statt den Alltag zu unterstützen.

Genau deshalb finde ich das Pro Bono Projekt der Ordnungswelt so besonders. Rund um den World Organizing Day verschenken deutschsprachige Ordnungsexpertinnen ihre Zeit an Menschen, die sich professionelle Unterstützung normalerweise nicht leisten könnten. Hinter dieser Idee steckt für mich eine wichtige Botschaft: Ordnung sollte kein Luxus sein, den nur bestimmte Menschen erreichen können.

Ich freue mich sehr auf den 20. Mai und auf die gemeinsame Aktion vieler Organizerinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Und meine chéries sollten an diesem Tag unbedingt bei Instagram vorbeischauen. Dort wartet nämlich eine schöne Aktion auf

Viele unterschätzen, wie stark ein Zuhause das tägliche Leben beeinflusst. Wenn Schränke überfüllt sind, kostet jede kleine Entscheidung plötzlich mehr Kraft. Wenn niemand mehr weiß, was überhaupt vorhanden ist, entstehen unnötige Einkäufe. Und wenn Dinge keinen sinnvollen Platz haben, beginnt der Tag oft schon mit Stress. Das klingt erstmal banal, summiert sich im Alltag aber enorm.

Interessant finde ich außerdem, wie eng Ordnung und Konsum zusammenhängen. Viele meiner Kundinnen bemerken nach einer Session relativ schnell, dass sie bewusster einkaufen. Nicht, weil ich ihnen Regeln aufstelle, sondern weil wieder sichtbar wird, was bereits zuhause vorhanden ist. Wer den Überblick zurückgewinnt, kauft automatisch überlegter ein und entwickelt oft einen ganz anderen Blick auf Besitz.

Besonders schön an meiner Arbeit finde ich, dass die Veränderungen häufig weit über Schubladen und Regale hinausgehen. Menschen erzählen mir nach einigen Wochen, dass morgens weniger Streit entsteht, dass sie sich zuhause wohler fühlen oder dass bestimmte Abläufe plötzlich deutlich einfacher geworden sind. Genau deshalb glaube ich, dass Ordnung viel mehr mit Lebensqualität zu tun hat, als viele zunächst vermuten würden.

Ich freue mich sehr auf den 20. Mai und auf die gemeinsame Aktion vieler Organizerinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Und meine chéries sollten an diesem Tag unbedingt bei Instagram vorbeischauen. Dort wartet nämlich eine schöne Aktion auf euch.

Folgt mir dafür gerne auf @organizando.de!

Ah, und nicht vergessen: Ordnung macht glücklich!