Die Ferien sind vorbei. Die Schultasche steht wieder bereit, im Flur wartet vielleicht noch eine halb ausgepackte Tasche und der geplante Haus-Reset ist irgendwie liegen geblieben.
Dabei hattest du es dir fest vorgenommen: Endlich das Kinderzimmer organisieren, die Küche aussortieren oder den Kleiderschrank angehen.
Dann war der Nachwuchs zu Hause. Kaum war das Frühstück weggeräumt, hatte schon wieder jemand Hunger. Es gab Verabredungen, Ausflüge und den normalen Familienalltag. Plötzlich war die Woche vorbei.
Dafür brauchst du kein schlechtes Gewissen. Ferien mit Kindern sind selten eine freie Arbeitswoche.
Der Plan war wahrscheinlich zu groß
„In den Ferien organisiere ich das ganze Haus“ klingt motiviert. Im Alltag fehlt diesem Vorhaben jedoch ein klarer Anfang.
Welches Zimmer kommt zuerst? Was soll dort genau passieren? Wohin kommen die aussortierten Sachen? Und wie viel Zeit wird wirklich gebraucht?
Wenn diese Fragen offenbleiben, verschieben wir den Start gerne auf morgen. Am Freitag stellen wir fest, dass wieder eine Woche vergangen ist.
Ein konkreter Bereich ist leichter zu bewältigen. Das kann die Schublade mit den wichtigen Unterlagen sein, die Garderobe oder eine Spielzeugkategorie, die sich im ganzen Kinderzimmer verteilt hat.
Umräumen schafft noch keinen Platz
Viele beginnen damit, Dinge neu zu verteilen oder schöne Aufbewahrungsboxen zu kaufen. Wenn die Schränke bereits voll sind, wird dadurch allerdings nur der vorhandene Inhalt anders untergebracht.
Vor der Aufbewahrung steht deshalb die Entscheidung: Was wird benutzt? Was passt noch zu eurem Alltag? Welche Dinge dürfen weitergegeben oder entsorgt werden?
Eine schöne Box reduziert die Menge der Dinge nicht.
Ausmisten kann anstrengend sein, besonders wenn an vielen Sachen Erinnerungen oder ein schlechtes Gewissen hängen. Du musst trotzdem nicht an einem Tag über den gesamten Haushalt entscheiden. Eine abgeschlossene Kategorie bringt dich weiter als fünf gleichzeitig begonnene Baustellen.
Die Ordnung muss für die Familie verständlich sein
Ein aufgeräumter Raum bleibt selten lange so, wenn nur eine Person weiß, wo alles hingehört.
Kinder können besser mitmachen, wenn die Aufgabe konkret ist. „Leg bitte die Bausteine in diese Kiste“ ist verständlicher als „Räum dein Zimmer auf“.
Auch Partner brauchen eindeutige Plätze. Wenn wichtige Briefe, Schlüssel oder Einkaufstaschen jedes Mal woanders landen, beginnt die tägliche Suche von vorne.
Eine passende Ordnung berücksichtigt deshalb die Menschen, die sie benutzen. Sie darf einfach aussehen und muss keinen Schönheitspreis gewinnen. Entscheidend ist, dass Dinge schnell gefunden und ohne langes Nachdenken zurückgelegt werden können.
Beginne dort, wo du täglich Zeit verlierst
Du brauchst keinen perfekten Plan für das ganze Haus. Schau zuerst auf eine Situation, die dich regelmäßig nervt.
Vielleicht werden morgens die Turnschuhe gesucht. Vielleicht kaufst du Dinge doppelt, weil du deinen Vorrat nicht überblickst. Oder wichtige Unterlagen wandern vom Esstisch auf die Kommode und später in irgendeine Schublade.
Dort lohnt sich der Anfang. Wenn dieser Bereich funktioniert, merkst du den Unterschied jeden Tag.
Gemeinsam wird aus dem Vorhaben ein konkreter Termin
Ich erlebe bei meinen Kundinnen oft, dass der Wunsch nach Ordnung schon lange da ist. Was fehlt, ist ein überschaubarer Anfang und jemand, der den Prozess begleitet.
In meinen Ordnungssessions arbeiten wir gemeinsam. Du entscheidest, was bleiben darf, lernst deinen Besitz wieder kennen und entwickelst eine Aufteilung, die zu deiner Familie passt.
So entsteht keine Ordnung, die nach zwei Tagen wieder aufgegeben wird. Du weißt anschließend, was du besitzt und wo es hingehört. Auch Kinder und Partner können leichter mitmachen.
Du wohnst in Stuttgart oder im Rems-Murr-Kreis und möchtest deinen Haus-Reset nicht bis zu den nächsten Ferien verschieben? Schreib mir, welchen Bereich du angehen möchtest.